Hey Leute,
in den letzten zwei Wochen ging es wieder zurueck zur Normalitaet. Nachdem Franziska und Nicolai wieder in die kalte Heimat geflogen sind, sollte sich der Alltag wieder einstellen.
Die neuen Honours, Masters und PhD-Studenten haben ihre Arbeit aufgenommen. Derzeit sind sie noch hauptsaechlich mit Synthesen von Proben beschaeftigt, so dass ich noch nicht allzu sehr in die Projekte eingebunden bin. Das wird sich jedoch schlagartig aendern, wenn die Proben erstmal hergestellt sind. Weiterhin muss ich mir langsam ueberlegen, welche Fragen ich im Juni-Exam stellen werde. Der Abgabetermin dafuer rueckt immer naeher. Nicht zu sprechen von der Vorbereitung der Vorlesung, die ich halten werde. Es bleibt genug zu tun.
In der Woche vom 15-21.02. stand die Unterschrift fuer meinen neuen Vertrag an. die Arbeitsgenehmigung wurde endlich ausgestellt und ich konnte meinen neuen 3-Jahresvertrag unterschreiben. Somit bin ich nun offiziell Staff-Member der Rhodes-University. Damit zahle ich in diesem Land jetzt auch Steuern, habe aber auch eine Rentenversicherung, Lebensversichung und Arbeitslosenversicherung. Somit ist das fast so wie in Deutschland. Weiterhin habe ich die Bestaetigung der FIFA bekommen, da ich 5 Karten fuer die WM bekomme. Dabei ist das Spiel von Deutschland gegen Serbien, Portugal-Elfenbeinkueste, zwei Achtelfinale unter anderem das von Deutschland, wenn sie erster in der Gruppe werden und ein Viertelfinale mit Frankreich, falls sie so weit kommen. Bin supergluecklich, dass das so geklappt hat. Am Wochenende stand Samstag nachmittag schwimmen in Alis Pool an. Ali ist nach seinem 4 Wochen Fieldtrip wieder da und lud in seinen Pool ein. Danach ging es mit Henning, Penny, Ali und Ivy zu Jacky und Stuart auf die Farm. Das sind die beiden, die letztes Jahr standesamtlich geheiratet hatten. Es gab ein leckeres Curry und wir sassen noch lange auf der Terrase und haben uns gut unterhalten. Sonntag stand wie immer Fussball an, aber diesmal im Anschluss auch Bundesliga im Fernsehn bei Ali und Ivy. Supersport, der oertliche Pay-TV-Sender hat endlich entdeckt, dass auch in Deutshcland guter Fussball gespielt wird und uebertraegt jetzt Freitag und Sonntag ein Live-Spiel. Werder Bremen gegen Leverkusen stand an. Leider war das Spiel keine Werbung fuer den deutschen Fussball und nach dem 2:2 in der 92 Minute, waren meine Nerven am Ende. Ivy hatte zwar kein Spass am Spiel, aber sie meinte meine Vorstellung hat sie sehr gut unterhalten.
In der Woche vom 22.02-heute stand ein Trip nach Pretoria an. Dort sitzt das DST (Deparment of Science and Technology, so was wie bei uns das Bundesministerium fuer Bildung und Forschung) und der CSIR (Council for Scientific and Industrial Research, so was wie bei uns ein die Physikalisch Technische Bundesanstalt). Im CSIR sitzt auch das National Laser Centre (NLC). Dieses Centre kauft Laser und leiht sie dann an Forschergruppen aus. Wir haben schon einen Laser vom NLC, wuerden gerne aber noch einen neuen Laser kaufen. Da ich die Recherchen fuer den Antrag dafuer gemacht habe, wollten die Leute dort mich gerne mal kennen lernen. Ausserdem wollten sie mir gerne mal ihre Labore zeigen und vielleicht Kooperationen beginnen. Der Trip ging morgens um 3.30 Uhr von meinem Haus los und endete abends um 21.00 Uhr wieder in Grahamstown. Aber da konnte ich leider noch nicht ins Bett. Die Abschiedsfeier von Awe und Guy im Yellow House stand an. Die beiden gehen fuer 3 Jahre nach England. Awe macht dort ihre Doktorarbeit und Guy kehrt nach 20 Jahren zurueck nach England. Es war eine schoene Feier und um 0.30 Uhr war dann Schluss fuer mich, die Party ging aber munter weiter.
Gestern stand wieder ein Bundesligaspiel an: Herne-Ost gegen Luedenscheid. Da Ali in letzter Minute absagte, ging es fuer Henning und mich in Oldie 65. natuerlich waren wir die einzigen, die das Spiel interessierte, aber das interessierte uns nicht. Danach sollte es Richtung Old Jail gehen. Die Maedels hatten ihre Schicht im Yellow House beendet und wollte noch einen Absacker trinken. Als wir das Oldie 65 verliessen und auf die Strasse traten standen dort 3 Polizeiautos und viele Leute auf der Strasse. Kurz danach traf ein Krankenwagen ein. Ein Auto hatte eine Frau angefahren, Gas gegeben und noch einen Mann ueberfahren. Die beiden lagen im Abstand von 20 m auf der Strasse. Das Auto hatte grosse Beulen am Kurtfluegel und die Frontscheibe hatte ein grosses Loch. Das liess darauf schliessen, dass es die beiden boese erwischt hatte. Als wir bei den Beiden ankamen, bestaetigte sich die Beobachtung. Das Schlimmste dabei war, dass die Sanitaeter selber nicht so genau wussten, was sie taten. Es dauerte mindestens 20 min bis die beiden in den Krankenwagen gebracht wurden. Wie die Meisten von euch wissen, habe ich schon einige Unfaelle gehabt und war immer wieder begeistert wie gut die RTWs oder NAWs in Deutschland funktionieren. Die wissen meist genau, was sie tun und wie sie einen versorgen. Ich will hier in S.A. nie in einen Unfall geraten. Die Versorung der Aerzte ist hier meistens so gut wie in Deutschland, aber erstmal ins Krankenhaus kommen, wenn man nicht mehr laufen kann...
Soviel mal wieder von mir.
Liebe Gruesse
Christian
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Samstag, 27. Februar 2010
Donnerstag, 25. Februar 2010
Es geht weiter
(Beitrag vom 14.02.10)
Hey Leute,
Hey Leute,
einige haben es vielleicht schon gemerkt, ich erst heute, aber die Domain
www.blogieren.de wurde abgeschaltet. Leider hat mich niemand darueber
vorher informiert und ich habe dem Betreiber heute mal eine Mail geschrieben,
um herauszufinden, wo das Problem liegt. Trotzdem soll der Blog weitergehen
und bis ich das mit der Betreiber geklaert habe, geht das weiter per Mail. Das
bedeutet, dass keine Bilder dabei sind, aber das aendert sich so schnell wie
moeglich.
Wie die meisten von euch wissen, war ich einen Monat in Deutschland. Hab die
Zeit sehr genossen. Vor 3 Wochen bin ich dann wieder hier angekommen. Franziska
und Nicolai sind einen Tag vor mir geflogen, um ihren Urlaub hier unten zu
verbringen. Meine ersten Besucher in S.A.! Die beiden haben mich in P.E. auch
am 23.01. vom Flughafen abgeholt und ab ging es nach Grahamstown. Dort haben
die beiden in meinem Haeuschen gewohnt und ich bin in Alis Haus gezogen, der
gerade in Cape Town war. Am gleichen Tag ging es dann nach Craddock in den
Mountain Zebra Nationalpark. Dort haben wir in einem Haeuschen im Park
uebernachtet und sind dann am naechsten Morgen durch den Park gefahren. Wir
haben viele Tier und natuerlich die Cape Bergzebras gesehen und Franzi hat
viele Fotos gemacht. Von dort ging es Sonntag nachmittag zureck nach
Grahamstown. Dabei haben wir uns in Craddock ein wenig verfahren und sind
direkt durch einen Township gefahren. Ich kannte das schon, aber fuer Franzi
und Nicolai war es schockierend zu sehen, wie die Menschen dort leben. Auf
den Rueckweg ging es noch durch den Kandwe Game Reserve. ein privates Game
Reserve durch das jedoch eine Nationalstrasse fuehrt, so dass man dort auch
Tiere kostenlos sehen kann. In Grahamstown angekommen ging es noch ins RAT,
um Penny ein Bier zu trinken.![]()
Beim Fuehstueck im Mountian Zebra National Park
Springbok auf wackligen Beinen
Bergzebra (man beachte die dicken Streifen am
Hintern, laut Franzi unvorteilhaft)
Der naechste Tag bedeutete mein erster Arbeitstag nach fast 5 Wochen. Das
Semester sollte in einer Woche anfangen und es gab viele Dinge zu organisieren.
Aber auch dieser Tag ging rum und abends ging es wie jeden Abend in dieser
Woche mit Franzi und Nicolai essen. Waehrend ich die Woche ueber in meinen
Alltag hier zurueckfinden musste haben meine Besucher Grahamstown erkundet,
sind mehrmals durch den Kwandwe gefahren, waren im ADDO Elefantenpark, unten
an der Kueste, auf der Ananas-Farm und am Samstag sind wir nochmals gemeinsam
durch den Kwandwe gefahren. Samstag stand dann auch eine kleine Poolparty in
Alis Haus an. Leider waren wir am Ende nur zu dritt, haben uns davon aber nicht
die Laune verderben lassen. Wir waren dann bei 30 Grad im Pool und haben es uns
danach mit Scrimps gutgehen lassen. Abends stand noch die Geburtstagsparty von
Ave, der Freundin von Guy an. Das Motto war Kinky Boots (mal was zum nachschauen
im Woerterbuch). Nicolai und ich wurde Lippenstift verpasst und los ging die
Party. Wurde fuer mich ein langer Abend, Franzi und Nicolai verabschiedeten sich
schon frueher, da sie am naechsten Tag Richtung Garden Route losfahren wollten.
Morgens kamen sie dann noch an Alis Haus vorbei um mir die Schluessel zu bringen
und sich zu verabschieden. Das war eindeutig zu frueh fuer mich, aber einmal
wach beschloss ich mit den beiden noch fruehstuecken zu gehen. Danach ging es
fuer die beiden in Richtung Kapstadt und ich schaute noch einmal bei der Party
vorbei. Die war immer noch im vollen Gange (Sonntag 13.00 Uhr). Ich verabschiedete
mich um 16.00 Uhr Richtung Fussballplatz. Nach 6 Wochen Abstinenz brannte ich
wieder auf ein Spiel, aber die Pause und der Abend vorher waren nicht vorteilhaft
fuer ein gutes Spiel meinerseits. Der Muskelkater hielt 3 Tage an.
Herrlich das Wetter, ideal, wenn man einen Pool
hat.
Die naechste Woche war die Orientierungswoche fuer die neuen Studenten. Die Stadt
war so voll wie ich sie nie erlebt habe. Papis und Mamis karrten ihre Kids in die
Stadt und bevoelkerten die Restaurants, Bar und Supermaerkte. Am Ende verliessen
sie die Stadt wieder und die Frischlinge betranken sich wie eh und je in den Bars
der Stadt. Ich beschaeftige mich diese Woche mit allen Projekten, die noch nicht
abgeschlossen sind oder angeschoben werden mussten. Mein neuer PhD Student
Jonathan und mein Master Studenten Clive sollte ihre Arbeit mit mir vorstellen
und da galt es Details zu klaeren. Am We wurde dann zur Poolparty bei Ivy (bzw Ali)
eingeladen. Also wieder gleicher Pool wie letztes Mal, aber viel mehr Leute.
Zunaechst musste ich jedoch in meinem neuen Job als Pizzabaecker ran. Jeskos
Pizzabaecker im Yellow House hatte aufgehoert und nun suchte er verzweifelt
Ersatz. Ich bot im einzuspringen, solange er sucht und schon ging es los.
Zunaechst kam ich die Woche ueber zweimal zum Training und lernte mit dem
Pizzaofen (mit offenem Feuer) umzugehen und Teig vernuemftig auszurollen und zu
belegen. Ich arbeite nur an WEs, wenn viel zu tun ist. Aber meine Kuechenerfahrung
half mir weiter und ich stellte mich wohl nicht zu dumm an, denn es gab keine
Beschwerden. die Poolparty wurde in doppelter Hinsicht feuchtfroehlich und auch
dieser Abend zog sich hin. Am naechsten Morgen bin ich nochmal zum Haus gefahren,
um meine Jacke zu holen und hatte dabei das Glueck noch ein leckeres Fruehstueck
abzustauben, welches Guy, Penny, Awe und Ivy vorbereitet hatten. Danach ging es
wieder auf den Platz. Diesmal taten die Muskeln nur noch 2 Tage weh.
In der letzten Woche habe ich dann meine neue Honours Studentin kennen gelernt.
Die ist gleich bei ersten Treffen mit Prof zusammengebrochen und in den folgenden
Tag mit Beruhigungsmitteln behandelt worden. Ich vermute, dass sie Angst vorm
grossen Deutschen hat, aber sie behauptet es waere kein Stress und sie wusste
nicht, warum es ihr so geht. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit in
diesem Jahr. Wenn das so weitergeht, bekommt sie mit 22 mitte des Jahres einen
Herzinfarkt. Ich musste mich dann in der Woche darum kuemmern alles fuer ihre
Arbeit vorzubereiten. Das Thema war klar, jetzt ging es darum einen Arbeitsplan
zu erstellen, Literatur zu empfehlen und einen Vortrag vorzubereiten, den sie
morgen halten muss. Mal schauen, was das wird.Donnerstag kam Henning aus Berlin wieder und mit ein paar Bieren im YH wurde das
gleich begossen. Freitag Abend ging das Ganze erneut im YH weiter. Diesmal ging
es im Anschluss noch ins Oldie 65, in dem wir uns aber alle sehr alt vorkamen.
Nachdem um 2 Uhr kein Alkohol mehr ausgeschenkt wurde, wollten wir noch ins Old
Jail, aber das Old Jail wollte uns nicht. Also ging es wieder mal zu Ivy. Ja,
da dort mal wieder der Pool stand, ging es also nachts um 3 Uhr noch in den Pool
und alle die bis dahin muede waren, waren wieder wach. Gestern habe ich es ruhiger angehen lassen und abends noch kurz auf ein paar Biere
mit Jesko im YH vorbeigeschaut. Heute geht es wie immer auf den Fussballplatz. Soviel von mir nach fast 2 Monaten Pause. Ich werde mich wieder regelmaessiger
und bald auch wieder mit einem Blog im Netz melden. Liebe Gruesse aus dem sonnigen Sueden Christian
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