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Sonntag, 27. März 2011

Januar bis heute

Hey Leute,

und wieder ein Eintrag, um endlich mal wieder zurueck in die Gegenwart zu kommen.
Im Januar ging es direkt mit jeder Menge Arbeit weiter. Das Buchkapitel musste abgabebereit werden und die grosse suedafrikanische Chemie-Konferenz SACI 2011 stand an. Ich hatte einen Beitrag eigereicht und bekam einen Vortrag zugesprochen. Der musste vorbereitet werden. Am 16. Januar ging es dann nach Johannesburg an die Witswatersrand University. Wir sind mit insgesamt 16 Leuten angetreten, von denen neben mir noch Edith, Sam, Megan und Reama einen Vortrag hielten. Am ersten Abend gab es einen grossen Empfang mit Buffet und Musik. Wie immer waren unsere Studenten die letzten auf der Tanzflaeche.

Empfang auf der Konferenz: Edith, Yasin (unser Quoten-Tuerke) und Nolwazi (v.l.) .

Am Mittwoch stand dann mein Vortrag an. Der Verlauf war super, aber leider habe ich wohl die armen Chemiker mit meiner Spektrokopie ueberfordert. Eine einzige Frage...

Wie immer ueberzeugend bei meinen Vortraegen...

Neben der Arbeit stand auch einiges an Vergnuegen an. Am Freitag, dem 21.01 war es dann soweit, die Konferenz war ueberstanden und Tobs und Christine sollten in Joburg ankommen. Ich fuhr Prof und Edith zum Flughafen und musste dann 6 h auf dem Flughafen verbringen, aber mit einem Buch war es halb so schlimm. Gegen 23 Uhr war es endlich soweit und die beiden waren gesund in Joburg angekommen. Nachdem wir den Mietwagen ausgeliehen hatten, ging es in ein Backpackers. Mit Navi war die Suche halb so schlimm. Nachdem ich diverse Geschenke von den beiden zum Geburtstag und Weihnachten bekommen hatte, ging es weit nach Mitternacht ins Bett. Am naechsten Morgen ging es frueh aus den Federn, da wir noch vor 18.00 Uhr im Krueger ankommen wollten. Wir hatten mehr als 500 km vor uns und die Strassen sind nicht im gleichen Zustand wie deutsche Autobahnen (Oli und Simone wissen wovon ich rede). Auf dem Weg dahin wurde ich das erste Mal geblitzt. Die Polizistin meinte, ich muss in die 30 km entfernte Polizeistation, da mein Fuehrerschein nicht aus Suedafrika ist. Ich meinte, dass wir es eilig haben und nicht dorthin fahren koennen. Daraufhin gab es ein wenig hin und her bis ich verstand, dass ich das auch anders regeln koennte. Ich zog 50 ZAR aus meinem Geldbeutel und die Sache war geritzt. Schoene Fahrt!
Im Krueger angekommen haben wir gleich mal ein paar Tiere auf dem Weg zum Camp gesehen. die Vegetation war komplett anders als im Oktober mit Oli und Simone. Alles gruente und bluehte vor sich hin, wunderschoen, leider mit dem Nachteil, dass man die Tiere nicht mehr so gut sehen konnte. Die erste Nacht verbrachten wir in einem Zelt (Kompromiss zwischen Tobs und Tini). Tobs wollte die Natur pur, Tini lieber befestigte Unterkuenfte, also ein Tag Zelt, zwei Tage Bungalow. Nach einem kleinen Spaziergang durchs Camp und einen Braii fielen wir tot ins Bett. In den naechsten zwei Tagen sahen wir viele Tiere, aber wir hatten immer das Problem, dass sie sich gut verstecken konnten.

Tini am Steuer.Nach der Umstellung auf Linksverkehr hat sie uns sicher durch S.A. gebracht.

Das Zelt am ersten Abend. Tobs packt aus.

Todmuede am ersten Abend.

Nach dem Krueger ging es durch Swaziland nach St. Lucia zum iSmangaliso-Wetlandpark. Wir wollten Hippos und Krokos aus naechster Naehe sehen. St. Lucia ist eine schoene Stadt und der Wetlandpark eine Reise wert. Wir haben in einem B&B uebernachtet, dass wie ein kleines Paradies ausgebaut war. Man fuehlte sich wie in einer anderen Welt.

Umlilo (Feuer) lodge in St. Lucia

Im Wetland Park haben wir dann auch endlich Nashoerner aus naechster Naehe gesehen, was uns im Krueger nicht gelungen war. Am Cape Vidal sind wir dann in den Indischen Ozean gesprungen. Mit 25 Grad und meterhohen Wellen war das ein Riesenspass. Nachts laufen durch St. Lucia Hippos durch die Strassen auf der Suche nach Futter. Hippos sind die Tiere, die die meisten Menschen in Afrika toeten. Tobs und ich wollten aber trotzdem mal ein Hippo auf der Strasse sehen, Tini war da eher skeptisch, aber mit dabei. Wir fuhren mit dem Auto los und waren schon eine Weile unterwegs. Am Ende einer Sackgasse wendeten wir das Auto und da stand es 3 m vor uns. Tini war die erste die es sah und verschwand dann unter den Sitzen. Das Hippo war nicht so begeistert von unserem Besuch und versuchte zu fliehen. Wir also hinterher, aber dann verschwand es zwischen Bueschen. Leider ging das alles so schnell, dass wir kein Beweis-Foto machen konnten.

Rhino im Wetlandpark

Am letzten Tag in St.Lucia ging es noch auf eine Bootsfahrt auf dem Fluss in St. Lucia. Zunaechst regnete es aber dann klarte es auf und wir bekamen neben zahlreichen Hippos auch Krokos und viele verschiedene Vogelarten zu sehen.

Bootsfahrt auf dem Fluss in St. Lucia

Hippos im Fluss von St. Lucia.

Nach zwei schoenen Tagen ging es wieder in Richtung Joburg zurueck. Tobs musste nach einer Woche wieder zurueckfliegen, Tini blieb noch eine weitere Woche. Als Zwischenhalt waehlten wir Piet-Retief. Eine kleine Stadt in der Naehe von Swaziland. Durch Zufall landeten wir in einer Unterkunft auf einer Farm einer Deutschen mit ihrem suedafrikanischen Mann. Sie ist schon ueber 50 Jahre hier, freute sich aber sehr, Deutsche zu treffen. Hier schien die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Bediensteten waren gekleidet wie im 'Vom Winde verweht'.

Bedienstete auf der Farm in Piet-Retief.

Am naechsten Tag ging es nach Joburg um Tobs am Flughafen abzusetzten und Tini und ich wollten einen Flug nach P.E. am naechsten Tag nehmen. Wieder einmal uebersah ich ein 80-Schild und wurde geblitzt. Diesmal wusste ich ja schon wie ich mich "freikaufen" konnte und die Verhandlungen verliefen schnell. Da ich diesmal ueber 40 zu schnell war, gab ich dem Polizisten etwas mehr Geld, aber weit weniger als die Strafe, die 1400 ZAR gewesen waere. Nachdem wir dann noch eine Radkappe verloren hatten und in diversen Staus (Baustellen) standen, erreichen wir den Flughafen rechtzeitig und Tobs stieg in den Flieger. Tini und ich uebernachteten wieder in dem gleichen Backpackers wie die Woche zuvor. Wir schauten uns noch ein wenig die Gegend um unser B&B mit dem Auto an, aber leider kannte ich Joburg noch nicht so gut, dass ich ihr viel zeigen konnte.
Am naechsten Morgen ging es mit dem Flieger nach P.E. und mit dem Auto nach Gtown. Wir gingen Samstag noch zusammen mit Sanel in die Ratte was trinken und essen. Sonntag musste ich noch etwas arbeiten und Tini schaute sich Gtown allein an. Sie hatte ihre Sonnenbrille auf der Landebahn in P.E. verloren und stattete sich neu aus.
Montag begann der zweite Teil der Reise: die Garden Route hinunter. Das war auch wieder der ultimative Test fuer meinen CITI GOLF und ich nehme vorweg, er hat ihn mit bestanden. Zunaechst ging es in den Lion Park in P.E.: Loewen anschauen und streicheln.

Die kleine Loewin war etwas gereizt, aber ich habe ueberlebt.

Uebernachtet wurde dann im Tsitsikamma Nationalpark. Wir bekamen ein schoenes Bungalow direkt am Wasser. Am gleichen Tag haben wir uns dann noch die Haengebruecke ueber dem Stormsriver angeschaut und wanderten auf den Aussichtspunkt auf dem Berg. Die Strecke stellte sich als extrem hart heraus, aber fuer den Ausblick hatte es sich gelohnt. Am naechsten Tag haben wir dann noch die Wanderung zum Wasserfall in Angriff genommen. Keine einfache, aber sehr schoene Strecke.

Tini wieder am Steuer, diesmal vom CITI GOLF.
Tini im Tsitsikamma Nationalpark. Auf den Berg im Hintergrund sind wir dann noch geklettert.

Haeegebruecke uber dem Stormsriver.

Blick ueber den Tsitsikamma Nationalpark vom Berg aus.

Aussicht von unserem Bungalow im Tsitsikamma.

Der Wasserfall im Tsitsikamma Nationalpark.

Nach unserer Wanderung zum Wasserfall ging es in den Knysna Elefantenpark. Hier werden Elefantenwaisen aufgezogen und entweder ausgewildert oder im Park behalten. Hier gibt es auch die Moeglichkeit Elefanten zu streicheln, fuettern oder auch zu reiten. Ich war neugierig wie das so sein wird, aber ich muss sagen, dass es mir nicht gefaellt diese Tiere zu streicheln. Irgendwie fuehlt sich das so gezwungen an und ich wuerde es nicht noch einmal tun.

Elefanten Fuetterung in Kynsna.

Tini und ich an einem mittelgrossen Elefanten.

Nach dem Elefantenpark ging es in Richtung Oudtshorn in die Kangoo Caves (Hoehlen). Wenn man schon mal in einer Tropfsteinhoehle war, ist dieser Besuch nicht anders. Der einzige Unterschied, war, dass es sehr warm in der Hoehle war. Das liegt zu einen daran, dass die Hoehle nicht durchgaengig ist und dadurch keine Luftzug entsteht, zum anderen liegt sie relativ weit oben am Berg. Wir uebernachteten dann in Oudtshorn in einem Backpackers.

Eine der Tropfstein-Formationen in den Hoehlen.

Am naechsten Tag ging es zum Cape d'Aghulas. Das ist der suedlichste Punkt Afrikas und geographisch der Punkt an dem indischer und atlantischer Ozean zusammen treffen. Meeres-Biologen sehen das anders und wuerden eher den Cape Point benennen. Wir fanden eine Unterkunft in einem Surfer-Backpackers. Abends gab es dann Fisch in einem kleinen Hafen-Restaurant. Neben guten Essen kamen wir auch in den Genuss einen Skorpion zu sehen. Leider beschloss die Kellnerin ihn mit dem Besen zu erschlagen.

Im Regen am Cape d'Agulhas.

Im Donnertag ging es dann weiter nach Stellenbosch. Fleissige Leser wissen schon, was das bedeutet, richtig: Weinprobe. Insgesamt 3 Weinproben standen auf unserer Liste. Am Ende waren die Weine von Solms-Delta mal wieder die Besten, aber die Aussicht vom Dieu Donne war unbestechlich.

Aussicht vom Weingut Dieu Donne.

Nach unseren Weinproben wollten wir Kapstadt noch vor Sonnenuntergang erreichen. Henning wartete schon auf uns und nachdem wir uns ein wenig verfahren hatten, kamen wir waehrend der tiefsten Rush-Hour an Hennings neuen Haus in Observatory (Obs) in Kapstadt an. Nach kurzer Begruessung ging es in ein 'chinesiches' Restaurant. Danach noch auf einen Absacker in der Stammkneipe. Naechsten Tag stand fuer Tini und mich eine Fahrt durch Kapstadt und die Kaphalbinsel an. Henning entschied am naechsten Morgen spontan mitzukommen. Also ging es zunaechst zum Tafelberg, dann entlang der Kueste durch Camps Bay, ueber den Chapman's Peak Drive hin zum Cape Point und Kap der Guten Hoffnung.

Schoner Ausblick auf Kapstadt mit Henning und Tini.
Ein gemuetliches Plaetzchen auf dem Tafelberg.
Tini und Henning am Cape Point

Auf dem Rueckweg machten wir noch kurz halt in Muizenberg fuer einen Kaffee bevor es wieder nach Obs ging. Mit grossen Hunger ging es mit Flunki und Henning zum lokalen Mexikaner mit der Warning, dass es grosse Portionen gibt. Danach trafen wir Penny und Maia, auf einen Drink im Armchair, einem Backpackers mit Kneipe. Penny verschwand dann aber in einem Club, in dem wir nich mehr reindurften, so dass es fuer uns dann nach Hause ging.
Am Samstag und dem letzten Tag fuer Tini in S.A. wollten wir noch einmal ein Bummel mit Touri Einkauf durch die Innenstadt machen. Zunaechst schauen wir uns Long Street mit Market Square (und grossen Afrika Markt) an. Danach ging es noch an die Waterfront. Es war noch genuegend Zeit fuer einen weiteren Ausflug und so gingen wir in den botanischen Garten von Kirstenbosch. Hier haben wir dann noch einige Kilometer zu Fuss zurueckgelegt. Nach einem leckeren Abendessen in einem Restaurant dessen Namen ich vergessen habe, fuhr ich Tini zum Flughafen. Hier herrschte ein wenig Chaos am Schalter von KLM, da die Maschine verspaetet aus Amsterdam kam. Am Ende klappte alles mit den Umbuchungen der Anschlussfluege und Tini kam wieder heile in D an.

Nach diesem tollen Urlaub ging es wieder zurueck an die Arbeit. Insgesamt 8 neue Studenten starteten in unserer Gruppe und das bedeutet viel Arbeit. Ich habe angefangen mit der ersten Fussball Mannschaft von Rhodes zu trainieren, um wieder fit zu werden. Naechste Woche ziehe ich in eine neue Wohnung. Meine Vermieter brauchen das Haeuschen fuer ihre Eltern. Soviel zum neusten Stand auf meiner Seite.
Hier noch ein aktuelles Foto mit meiner Webcam:

Gesund und munter in meinem Buero.

Liebe Gruesse

Christian

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