heute ist Human Right Day und damit Feiertag in S.A. Wieder Zeit fuer mich, den Blog auf den neuesten Stand zu bringen.
Nach Tsitsikamma Mitte November ging es Ende November zunaechst nach Stellenbosch um Messugen an Kerstins Proben zu machen. Nachdem wir mehrere Tage von morgens bis abends gemessen hatten, entschieden wir uns am Samstag zunaechst an die Kueste und danach auf Weinfarmen zu fahren. Monty, ein Masterstudent der Arbeitsgruppe in Stellenbosch, zeigte uns zwei Weingueter auf denen wir dann diverse gute Weine verkosteten.
Nach unserem Messugen in Stellenbosch ging es auf eine Tagung in Kapstadt an der University of the Western Cape (UWC). Dort fand das jaehrliche treffen der NIC (das Centre in dem ich arbeite und von dem es noch 2 weitere in S.A. gibt) statt. Kerstin und 3 weitere Studenten plus meine Chefin sollten dort ihre Ergebnisse praesentieren. Die Vortraege verliefen sehr gut und ein Student erhielt sogar den Preis fuer den zweitbesten Vortrags. Am letzten Abend gab es ein tolles Banquet in einem der Weingueter. Ein schoener Abschluss der Konferenz. Am naechsten Morgen hatten wir noch Zeit bis zum Abflug und ich fuhr unsere Studenten mit unserem Leihwagen zum Signal Hill und der Waterfront in Kapstadt. Am Abend ging es zurueck nach Gtown. Meine letzte geschaeftliche Reise im Jahr 2010 und ich spuerte in den naechsten Wochen, dass die letzten Monate an meinen Kraeften gezerrt hatten.
Shawn, Kerstin, Shane, Peter und Wu Xi auf dem Signal Hill. Im Hintergrund der Tafelberg.Fuer Kerstin ging es Ende November nach 3 Monaten in S.A. wieder zueruck nach Giessen. Ich verbrachte den Dezember mit dem Beenden einiger Artikel und ein Buchkapitel zusammen mit Edtih. Mein erstes Buchkapitel, es war ein Menge Arbeit, aber ich bin schon etwas stolz nun bald Autor in einem Fachbuch zu sein. In dieser Zeit fing ich auch langsam wieder an Fussball zu spielen. Ich traf mich mit Ali einmal woechentlich und wir schossen uns den Ball ein wenig hin und her und liefen ein wenig dabei. Weihnachten verbrachte ich dieses Jahr in S.A.
Schon frueh lud mich Ali ein mit seiner Frau Ivy und Luna, ihrer frisch geschluepften Tocher, Weihnachten zu feiern. Luna wurde am 10.11.2010 geboren. Jeder von uns dreien sollte etwas zum Essen beitragen. Meine Aufgabe war der Vogel. Also besorgte ich einen Truthahn, alle noetigen Zutaten und versuchte mich nach vielen Jahren der Erfahrung mit Enten und Gaensen diesmal an einem Truthahn. Der wurde richtig gut und wir konnten am naechsten Tag nochmal davon essen. Es war mein erster Heilig Abend ohne Familie und nicht in Berlin. Es war schon komisch, dass es noch bis 21.00 Uhr abends hell war, wir ca. 25 Grad hatten und meine Familie 10.000 km entfernt war. An dem Abend rief ich dann noch per Skype an Zuhause an und konnte wenigstens per Video mit im Haus meiner Oma sitzen und auch ein wenig am Heilig Abend im verschneiten Berlin teilnehmen. Spaeter am Abend tauschten wir dann Geschenke aus. Ich bekam ein Fussball-Lexikon mit allen Ergebnissen in allen europaeischen Ligen von Ali (wir streiten uns regelmaessig, wann wer Meister oder Pokalsieger war und nun wird immer nachgeschlagen) und Schienbeinschoner und Rhodes-Stutzen von Ivy. Ali schenke ich einen Thriller von Deon Meyer und Ivy das Buch Disgrace (Schande) von Coetzee. Es war ein schoener Heilig Abend.
Am naechsten Tag ging es nochmal zu Ivy und Ali zum Reste essen und am 26.12. ging es dann auf meine Kurzreise ins Northern Cape. Ich wusste, dass ich bis zur Ankunft von Tini und Tobs am 21.01. keinen Urlaub haben werde und die Konferenz im Januar noch viel Arbeit erfordern wuerde, so dass ich ein paar Tage frei brauchte. Also packte ich meinen CITI GOLF buchte eine paar Unterkuenfte in Nationalparks und los ging es. ROADTRIP! Zunaechst fuhr ich in den Mokala Nationalpark in der Naehe von Kimberly. Ein beschaulicher und neuer Park mit vielen verschiedenen Boecken. Ich kam am Abend nach 8 h Fahrt dort an und wollte unbedingt eine Tour am fruehen Morgen machen. Leider war ich der Einzige, der das wollte, aber die Rangerin sagte nur, dass sie sowieso immer rausfaehrt und ich deshalb mitkommen koennte. Ich bekam also eine private Fuehrung mit allen moeglichen Infos. Habe zum ersten Mal die in Suedafrika seltenen Rappenantilopen gesehen. Immer wieder fasziierend diese Tiere in der Natur zu sehen.
Am naechsten Tag ging es weiter Richtung Upington und Kalahari Wueste. Ich uebernachtete auf einem Campingplatz in der Naehe von Upington am Oranje River. Ich hatte dort ein Zelt gebucht. Am naechsten Tag ging es ganz frueh Richtung Augrabies Fall Nationalpark. Zu dieser Jahreszeit fuert der Oranje viel Wasser und die Wasserfaelle im Augrabies sind spektakulaer. Leider konnte ich morgens noch nicht in mein Bungalow und wenigstens meine Sachen ins Kuehle stellen. Es herrschten schon morgens 35 Grad und es ging im Laufe des Tages auf 45 Grad hoch. Mein CITI GOLF hat auch keine Klimaanlage. Ich dachte ich fahre ein wenig im Park herum bevor ich mein Bungalow beziehe, aber das war ein Fehler. Die Hitze war unertraeglich und am Ende explodierte mein Fussball im Kofferraum. Zurueck im Camp bin ich erstmal direkt mit Klamotten in den Pool gesprungen, um irgendwie wieder abzukuehlen. Am Abend gab es dann noch einen schoenen Braai mit dem einzigen Bier auf der ganzen Reise (unglaublich fuer mich!).
Am naechsten Tag ging es weiter Richtung Joburg tiefer in die Kalahari. Mein Plan war eigentlich mit Sanel in Joburg Silvester zu feiern. Waehrend meiner Reise sagte sie die Feier dort ab und wir entschieden in Gtown zu feiern. Trotzdem hatte ich diese Uebernachtung in Kuruman schon gebucht und wollte auch noch weiter in die Kalahari fahren. Ich verliess den Oranje River nicht ohne Wein zu kaufen. In der trockenen Landschaft findet man immer wieder Weingueter, die sich aus dem Fluss das Wasser fuer ihre Weinpflanzen holen. Da sieht man dann Wueste und mittendrin ein Weingut.
Kuruman ist eine Stadt mitten in der Kalahari, die nur ueberleben kann, da sie eine unterirdische Quelle hat, die die Stadt taeglich mit 20.000.000 l Wasser versorgt.
Am naechsten Tag ging es Richtung Kimberly zurueck. Dort wollte ich mir das Big Hole mit Mueseum und Ausstellung ansehen, bevor ich wieder im Mokala Nationalpark uebernachtete. Kimberly ist bekannt durch sein Diamantenrausch im 19th Jahrhundert. Das 'Big Hole' soll das groesste von Menschenhand (also ohne Maschinen) gegrabene Loch der Welt sein.
Dieses Mal schaute ich mir einen anderen Teil des Mokala an. Leider waren die Tiere sehr scheu, da der Park vorher eine Jagdfarm war und die Tiere immer noch sehr aengstlich gegenueber Menschen und Autos sind. Ich habe also nicht mehr viele Tiere gesehen, dafuer war mein Bungalow traumhaft gelegen.
Am naechsten Tag ging es wieder zurueck nach Gtown. Dort wartete schon Sanel um mit mir Silvester zu feiern. Zunaechst haben wir bei ihr im Garten ein wenig zu zweit vorgeglueht bevor es in die Ratte ging. Gtown ist zur Weihnachtszeit immer ausgestorben, aber es fanden sich ca. 40 Leute darunter auch mein franzoesicher Kollege Pierre mit Freundin, um Silvester in der Ratte zu feiern. Durch Zufall waren auch zwei Deutsche Urlauber da, die auf der Durchreise waren. So konnte ich mal wieder etwas Deutsch sprechen. Sanel war um 1 Uhr schon voellig betrunken. Ich fuhr sie nach Hause und feierte dann den Rest der Nacht mit Pierre. Ein ereignisreiches Jahr 2010 mit dem Hoehepunkt der WM ging zuende.
Soviel zum Jahr 2010. Das Jahr 2011 ging erreignisreich weiter ...
Das beschreibe ich im naechsten Blog Eintrag.
Liebe Gruesse
christian
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