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Sonntag, 27. März 2011

Januar bis heute

Hey Leute,

und wieder ein Eintrag, um endlich mal wieder zurueck in die Gegenwart zu kommen.
Im Januar ging es direkt mit jeder Menge Arbeit weiter. Das Buchkapitel musste abgabebereit werden und die grosse suedafrikanische Chemie-Konferenz SACI 2011 stand an. Ich hatte einen Beitrag eigereicht und bekam einen Vortrag zugesprochen. Der musste vorbereitet werden. Am 16. Januar ging es dann nach Johannesburg an die Witswatersrand University. Wir sind mit insgesamt 16 Leuten angetreten, von denen neben mir noch Edith, Sam, Megan und Reama einen Vortrag hielten. Am ersten Abend gab es einen grossen Empfang mit Buffet und Musik. Wie immer waren unsere Studenten die letzten auf der Tanzflaeche.

Empfang auf der Konferenz: Edith, Yasin (unser Quoten-Tuerke) und Nolwazi (v.l.) .

Am Mittwoch stand dann mein Vortrag an. Der Verlauf war super, aber leider habe ich wohl die armen Chemiker mit meiner Spektrokopie ueberfordert. Eine einzige Frage...

Wie immer ueberzeugend bei meinen Vortraegen...

Neben der Arbeit stand auch einiges an Vergnuegen an. Am Freitag, dem 21.01 war es dann soweit, die Konferenz war ueberstanden und Tobs und Christine sollten in Joburg ankommen. Ich fuhr Prof und Edith zum Flughafen und musste dann 6 h auf dem Flughafen verbringen, aber mit einem Buch war es halb so schlimm. Gegen 23 Uhr war es endlich soweit und die beiden waren gesund in Joburg angekommen. Nachdem wir den Mietwagen ausgeliehen hatten, ging es in ein Backpackers. Mit Navi war die Suche halb so schlimm. Nachdem ich diverse Geschenke von den beiden zum Geburtstag und Weihnachten bekommen hatte, ging es weit nach Mitternacht ins Bett. Am naechsten Morgen ging es frueh aus den Federn, da wir noch vor 18.00 Uhr im Krueger ankommen wollten. Wir hatten mehr als 500 km vor uns und die Strassen sind nicht im gleichen Zustand wie deutsche Autobahnen (Oli und Simone wissen wovon ich rede). Auf dem Weg dahin wurde ich das erste Mal geblitzt. Die Polizistin meinte, ich muss in die 30 km entfernte Polizeistation, da mein Fuehrerschein nicht aus Suedafrika ist. Ich meinte, dass wir es eilig haben und nicht dorthin fahren koennen. Daraufhin gab es ein wenig hin und her bis ich verstand, dass ich das auch anders regeln koennte. Ich zog 50 ZAR aus meinem Geldbeutel und die Sache war geritzt. Schoene Fahrt!
Im Krueger angekommen haben wir gleich mal ein paar Tiere auf dem Weg zum Camp gesehen. die Vegetation war komplett anders als im Oktober mit Oli und Simone. Alles gruente und bluehte vor sich hin, wunderschoen, leider mit dem Nachteil, dass man die Tiere nicht mehr so gut sehen konnte. Die erste Nacht verbrachten wir in einem Zelt (Kompromiss zwischen Tobs und Tini). Tobs wollte die Natur pur, Tini lieber befestigte Unterkuenfte, also ein Tag Zelt, zwei Tage Bungalow. Nach einem kleinen Spaziergang durchs Camp und einen Braii fielen wir tot ins Bett. In den naechsten zwei Tagen sahen wir viele Tiere, aber wir hatten immer das Problem, dass sie sich gut verstecken konnten.

Tini am Steuer.Nach der Umstellung auf Linksverkehr hat sie uns sicher durch S.A. gebracht.

Das Zelt am ersten Abend. Tobs packt aus.

Todmuede am ersten Abend.

Nach dem Krueger ging es durch Swaziland nach St. Lucia zum iSmangaliso-Wetlandpark. Wir wollten Hippos und Krokos aus naechster Naehe sehen. St. Lucia ist eine schoene Stadt und der Wetlandpark eine Reise wert. Wir haben in einem B&B uebernachtet, dass wie ein kleines Paradies ausgebaut war. Man fuehlte sich wie in einer anderen Welt.

Umlilo (Feuer) lodge in St. Lucia

Im Wetland Park haben wir dann auch endlich Nashoerner aus naechster Naehe gesehen, was uns im Krueger nicht gelungen war. Am Cape Vidal sind wir dann in den Indischen Ozean gesprungen. Mit 25 Grad und meterhohen Wellen war das ein Riesenspass. Nachts laufen durch St. Lucia Hippos durch die Strassen auf der Suche nach Futter. Hippos sind die Tiere, die die meisten Menschen in Afrika toeten. Tobs und ich wollten aber trotzdem mal ein Hippo auf der Strasse sehen, Tini war da eher skeptisch, aber mit dabei. Wir fuhren mit dem Auto los und waren schon eine Weile unterwegs. Am Ende einer Sackgasse wendeten wir das Auto und da stand es 3 m vor uns. Tini war die erste die es sah und verschwand dann unter den Sitzen. Das Hippo war nicht so begeistert von unserem Besuch und versuchte zu fliehen. Wir also hinterher, aber dann verschwand es zwischen Bueschen. Leider ging das alles so schnell, dass wir kein Beweis-Foto machen konnten.

Rhino im Wetlandpark

Am letzten Tag in St.Lucia ging es noch auf eine Bootsfahrt auf dem Fluss in St. Lucia. Zunaechst regnete es aber dann klarte es auf und wir bekamen neben zahlreichen Hippos auch Krokos und viele verschiedene Vogelarten zu sehen.

Bootsfahrt auf dem Fluss in St. Lucia

Hippos im Fluss von St. Lucia.

Nach zwei schoenen Tagen ging es wieder in Richtung Joburg zurueck. Tobs musste nach einer Woche wieder zurueckfliegen, Tini blieb noch eine weitere Woche. Als Zwischenhalt waehlten wir Piet-Retief. Eine kleine Stadt in der Naehe von Swaziland. Durch Zufall landeten wir in einer Unterkunft auf einer Farm einer Deutschen mit ihrem suedafrikanischen Mann. Sie ist schon ueber 50 Jahre hier, freute sich aber sehr, Deutsche zu treffen. Hier schien die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Bediensteten waren gekleidet wie im 'Vom Winde verweht'.

Bedienstete auf der Farm in Piet-Retief.

Am naechsten Tag ging es nach Joburg um Tobs am Flughafen abzusetzten und Tini und ich wollten einen Flug nach P.E. am naechsten Tag nehmen. Wieder einmal uebersah ich ein 80-Schild und wurde geblitzt. Diesmal wusste ich ja schon wie ich mich "freikaufen" konnte und die Verhandlungen verliefen schnell. Da ich diesmal ueber 40 zu schnell war, gab ich dem Polizisten etwas mehr Geld, aber weit weniger als die Strafe, die 1400 ZAR gewesen waere. Nachdem wir dann noch eine Radkappe verloren hatten und in diversen Staus (Baustellen) standen, erreichen wir den Flughafen rechtzeitig und Tobs stieg in den Flieger. Tini und ich uebernachteten wieder in dem gleichen Backpackers wie die Woche zuvor. Wir schauten uns noch ein wenig die Gegend um unser B&B mit dem Auto an, aber leider kannte ich Joburg noch nicht so gut, dass ich ihr viel zeigen konnte.
Am naechsten Morgen ging es mit dem Flieger nach P.E. und mit dem Auto nach Gtown. Wir gingen Samstag noch zusammen mit Sanel in die Ratte was trinken und essen. Sonntag musste ich noch etwas arbeiten und Tini schaute sich Gtown allein an. Sie hatte ihre Sonnenbrille auf der Landebahn in P.E. verloren und stattete sich neu aus.
Montag begann der zweite Teil der Reise: die Garden Route hinunter. Das war auch wieder der ultimative Test fuer meinen CITI GOLF und ich nehme vorweg, er hat ihn mit bestanden. Zunaechst ging es in den Lion Park in P.E.: Loewen anschauen und streicheln.

Die kleine Loewin war etwas gereizt, aber ich habe ueberlebt.

Uebernachtet wurde dann im Tsitsikamma Nationalpark. Wir bekamen ein schoenes Bungalow direkt am Wasser. Am gleichen Tag haben wir uns dann noch die Haengebruecke ueber dem Stormsriver angeschaut und wanderten auf den Aussichtspunkt auf dem Berg. Die Strecke stellte sich als extrem hart heraus, aber fuer den Ausblick hatte es sich gelohnt. Am naechsten Tag haben wir dann noch die Wanderung zum Wasserfall in Angriff genommen. Keine einfache, aber sehr schoene Strecke.

Tini wieder am Steuer, diesmal vom CITI GOLF.
Tini im Tsitsikamma Nationalpark. Auf den Berg im Hintergrund sind wir dann noch geklettert.

Haeegebruecke uber dem Stormsriver.

Blick ueber den Tsitsikamma Nationalpark vom Berg aus.

Aussicht von unserem Bungalow im Tsitsikamma.

Der Wasserfall im Tsitsikamma Nationalpark.

Nach unserer Wanderung zum Wasserfall ging es in den Knysna Elefantenpark. Hier werden Elefantenwaisen aufgezogen und entweder ausgewildert oder im Park behalten. Hier gibt es auch die Moeglichkeit Elefanten zu streicheln, fuettern oder auch zu reiten. Ich war neugierig wie das so sein wird, aber ich muss sagen, dass es mir nicht gefaellt diese Tiere zu streicheln. Irgendwie fuehlt sich das so gezwungen an und ich wuerde es nicht noch einmal tun.

Elefanten Fuetterung in Kynsna.

Tini und ich an einem mittelgrossen Elefanten.

Nach dem Elefantenpark ging es in Richtung Oudtshorn in die Kangoo Caves (Hoehlen). Wenn man schon mal in einer Tropfsteinhoehle war, ist dieser Besuch nicht anders. Der einzige Unterschied, war, dass es sehr warm in der Hoehle war. Das liegt zu einen daran, dass die Hoehle nicht durchgaengig ist und dadurch keine Luftzug entsteht, zum anderen liegt sie relativ weit oben am Berg. Wir uebernachteten dann in Oudtshorn in einem Backpackers.

Eine der Tropfstein-Formationen in den Hoehlen.

Am naechsten Tag ging es zum Cape d'Aghulas. Das ist der suedlichste Punkt Afrikas und geographisch der Punkt an dem indischer und atlantischer Ozean zusammen treffen. Meeres-Biologen sehen das anders und wuerden eher den Cape Point benennen. Wir fanden eine Unterkunft in einem Surfer-Backpackers. Abends gab es dann Fisch in einem kleinen Hafen-Restaurant. Neben guten Essen kamen wir auch in den Genuss einen Skorpion zu sehen. Leider beschloss die Kellnerin ihn mit dem Besen zu erschlagen.

Im Regen am Cape d'Agulhas.

Im Donnertag ging es dann weiter nach Stellenbosch. Fleissige Leser wissen schon, was das bedeutet, richtig: Weinprobe. Insgesamt 3 Weinproben standen auf unserer Liste. Am Ende waren die Weine von Solms-Delta mal wieder die Besten, aber die Aussicht vom Dieu Donne war unbestechlich.

Aussicht vom Weingut Dieu Donne.

Nach unseren Weinproben wollten wir Kapstadt noch vor Sonnenuntergang erreichen. Henning wartete schon auf uns und nachdem wir uns ein wenig verfahren hatten, kamen wir waehrend der tiefsten Rush-Hour an Hennings neuen Haus in Observatory (Obs) in Kapstadt an. Nach kurzer Begruessung ging es in ein 'chinesiches' Restaurant. Danach noch auf einen Absacker in der Stammkneipe. Naechsten Tag stand fuer Tini und mich eine Fahrt durch Kapstadt und die Kaphalbinsel an. Henning entschied am naechsten Morgen spontan mitzukommen. Also ging es zunaechst zum Tafelberg, dann entlang der Kueste durch Camps Bay, ueber den Chapman's Peak Drive hin zum Cape Point und Kap der Guten Hoffnung.

Schoner Ausblick auf Kapstadt mit Henning und Tini.
Ein gemuetliches Plaetzchen auf dem Tafelberg.
Tini und Henning am Cape Point

Auf dem Rueckweg machten wir noch kurz halt in Muizenberg fuer einen Kaffee bevor es wieder nach Obs ging. Mit grossen Hunger ging es mit Flunki und Henning zum lokalen Mexikaner mit der Warning, dass es grosse Portionen gibt. Danach trafen wir Penny und Maia, auf einen Drink im Armchair, einem Backpackers mit Kneipe. Penny verschwand dann aber in einem Club, in dem wir nich mehr reindurften, so dass es fuer uns dann nach Hause ging.
Am Samstag und dem letzten Tag fuer Tini in S.A. wollten wir noch einmal ein Bummel mit Touri Einkauf durch die Innenstadt machen. Zunaechst schauen wir uns Long Street mit Market Square (und grossen Afrika Markt) an. Danach ging es noch an die Waterfront. Es war noch genuegend Zeit fuer einen weiteren Ausflug und so gingen wir in den botanischen Garten von Kirstenbosch. Hier haben wir dann noch einige Kilometer zu Fuss zurueckgelegt. Nach einem leckeren Abendessen in einem Restaurant dessen Namen ich vergessen habe, fuhr ich Tini zum Flughafen. Hier herrschte ein wenig Chaos am Schalter von KLM, da die Maschine verspaetet aus Amsterdam kam. Am Ende klappte alles mit den Umbuchungen der Anschlussfluege und Tini kam wieder heile in D an.

Nach diesem tollen Urlaub ging es wieder zurueck an die Arbeit. Insgesamt 8 neue Studenten starteten in unserer Gruppe und das bedeutet viel Arbeit. Ich habe angefangen mit der ersten Fussball Mannschaft von Rhodes zu trainieren, um wieder fit zu werden. Naechste Woche ziehe ich in eine neue Wohnung. Meine Vermieter brauchen das Haeuschen fuer ihre Eltern. Soviel zum neusten Stand auf meiner Seite.
Hier noch ein aktuelles Foto mit meiner Webcam:

Gesund und munter in meinem Buero.

Liebe Gruesse

Christian

Montag, 21. März 2011

Von November bis Dezember

Hey Leute,

heute ist Human Right Day und damit Feiertag in S.A. Wieder Zeit fuer mich, den Blog auf den neuesten Stand zu bringen.
Nach Tsitsikamma Mitte November ging es Ende November zunaechst nach Stellenbosch um Messugen an Kerstins Proben zu machen. Nachdem wir mehrere Tage von morgens bis abends gemessen hatten, entschieden wir uns am Samstag zunaechst an die Kueste und danach auf Weinfarmen zu fahren. Monty, ein Masterstudent der Arbeitsgruppe in Stellenbosch, zeigte uns zwei Weingueter auf denen wir dann diverse gute Weine verkosteten.

Kerstin, ich und Monty (v.l.) bei derWeinprobe auf dem Weingut "Solms Delta".

Kerstin am Strand in Summerstrand bei Kapstadt.

Nach unserem Messugen in Stellenbosch ging es auf eine Tagung in Kapstadt an der University of the Western Cape (UWC). Dort fand das jaehrliche treffen der NIC (das Centre in dem ich arbeite und von dem es noch 2 weitere in S.A. gibt) statt. Kerstin und 3 weitere Studenten plus meine Chefin sollten dort ihre Ergebnisse praesentieren. Die Vortraege verliefen sehr gut und ein Student erhielt sogar den Preis fuer den zweitbesten Vortrags. Am letzten Abend gab es ein tolles Banquet in einem der Weingueter. Ein schoener Abschluss der Konferenz. Am naechsten Morgen hatten wir noch Zeit bis zum Abflug und ich fuhr unsere Studenten mit unserem Leihwagen zum Signal Hill und der Waterfront in Kapstadt. Am Abend ging es zurueck nach Gtown. Meine letzte geschaeftliche Reise im Jahr 2010 und ich spuerte in den naechsten Wochen, dass die letzten Monate an meinen Kraeften gezerrt hatten.

Shawn, Kerstin, Shane, Peter und Wu Xi auf dem Signal Hill. Im Hintergrund der Tafelberg.


Unsere Studenten mit Prof auf dem Abschluss-Banquet.
Der Rueckflug nach Gtown.

Fuer Kerstin ging es Ende November nach 3 Monaten in S.A. wieder zueruck nach Giessen. Ich verbrachte den Dezember mit dem Beenden einiger Artikel und ein Buchkapitel zusammen mit Edtih. Mein erstes Buchkapitel, es war ein Menge Arbeit, aber ich bin schon etwas stolz nun bald Autor in einem Fachbuch zu sein. In dieser Zeit fing ich auch langsam wieder an Fussball zu spielen. Ich traf mich mit Ali einmal woechentlich und wir schossen uns den Ball ein wenig hin und her und liefen ein wenig dabei. Weihnachten verbrachte ich dieses Jahr in S.A.
Schon frueh lud mich Ali ein mit seiner Frau Ivy und Luna, ihrer frisch geschluepften Tocher, Weihnachten zu feiern. Luna wurde am 10.11.2010 geboren. Jeder von uns dreien sollte etwas zum Essen beitragen. Meine Aufgabe war der Vogel. Also besorgte ich einen Truthahn, alle noetigen Zutaten und versuchte mich nach vielen Jahren der Erfahrung mit Enten und Gaensen diesmal an einem Truthahn. Der wurde richtig gut und wir konnten am naechsten Tag nochmal davon essen. Es war mein erster Heilig Abend ohne Familie und nicht in Berlin. Es war schon komisch, dass es noch bis 21.00 Uhr abends hell war, wir ca. 25 Grad hatten und meine Familie 10.000 km entfernt war. An dem Abend rief ich dann noch per Skype an Zuhause an und konnte wenigstens per Video mit im Haus meiner Oma sitzen und auch ein wenig am Heilig Abend im verschneiten Berlin teilnehmen. Spaeter am Abend tauschten wir dann Geschenke aus. Ich bekam ein Fussball-Lexikon mit allen Ergebnissen in allen europaeischen Ligen von Ali (wir streiten uns regelmaessig, wann wer Meister oder Pokalsieger war und nun wird immer nachgeschlagen) und Schienbeinschoner und Rhodes-Stutzen von Ivy. Ali schenke ich einen Thriller von Deon Meyer und Ivy das Buch Disgrace (Schande) von Coetzee. Es war ein schoener Heilig Abend.
Der Truthahn.
So ist das Wetter Heilig Abend in Gtown! Aussicht von Alis Haus ueber Gtown.
Unsere Runde an Heilig Abend.
Ali packt seine Geschenke vor unserem kleinen Weihnachtensbaum zusammen mit Luna aus.

Am naechsten Tag ging es nochmal zu Ivy und Ali zum Reste essen und am 26.12. ging es dann auf meine Kurzreise ins Northern Cape. Ich wusste, dass ich bis zur Ankunft von Tini und Tobs am 21.01. keinen Urlaub haben werde und die Konferenz im Januar noch viel Arbeit erfordern wuerde, so dass ich ein paar Tage frei brauchte. Also packte ich meinen CITI GOLF buchte eine paar Unterkuenfte in Nationalparks und los ging es. ROADTRIP! Zunaechst fuhr ich in den Mokala Nationalpark in der Naehe von Kimberly. Ein beschaulicher und neuer Park mit vielen verschiedenen Boecken. Ich kam am Abend nach 8 h Fahrt dort an und wollte unbedingt eine Tour am fruehen Morgen machen. Leider war ich der Einzige, der das wollte, aber die Rangerin sagte nur, dass sie sowieso immer rausfaehrt und ich deshalb mitkommen koennte. Ich bekam also eine private Fuehrung mit allen moeglichen Infos. Habe zum ersten Mal die in Suedafrika seltenen Rappenantilopen gesehen. Immer wieder fasziierend diese Tiere in der Natur zu sehen.

Der weisse Flitzer hat mich 3000 km lang nicht im Stich gelassen.

Rappenantilope im Mokala Nationalpark.

Erdmaennchen im Mokala Nationalpark.

Am naechsten Tag ging es weiter Richtung Upington und Kalahari Wueste. Ich uebernachtete auf einem Campingplatz in der Naehe von Upington am Oranje River. Ich hatte dort ein Zelt gebucht. Am naechsten Tag ging es ganz frueh Richtung Augrabies Fall Nationalpark. Zu dieser Jahreszeit fuert der Oranje viel Wasser und die Wasserfaelle im Augrabies sind spektakulaer. Leider konnte ich morgens noch nicht in mein Bungalow und wenigstens meine Sachen ins Kuehle stellen. Es herrschten schon morgens 35 Grad und es ging im Laufe des Tages auf 45 Grad hoch. Mein CITI GOLF hat auch keine Klimaanlage. Ich dachte ich fahre ein wenig im Park herum bevor ich mein Bungalow beziehe, aber das war ein Fehler. Die Hitze war unertraeglich und am Ende explodierte mein Fussball im Kofferraum. Zurueck im Camp bin ich erstmal direkt mit Klamotten in den Pool gesprungen, um irgendwie wieder abzukuehlen. Am Abend gab es dann noch einen schoenen Braai mit dem einzigen Bier auf der ganzen Reise (unglaublich fuer mich!).

Shopping Center in der Kalahari.Mein Zelt am Oranje River
Der Augrabies Wasserfall
Mein Fussball nach dem Trip in die Wueste.
Die Landschaft im Augrabies Nationalpark.

Am naechsten Tag ging es weiter Richtung Joburg tiefer in die Kalahari. Mein Plan war eigentlich mit Sanel in Joburg Silvester zu feiern. Waehrend meiner Reise sagte sie die Feier dort ab und wir entschieden in Gtown zu feiern. Trotzdem hatte ich diese Uebernachtung in Kuruman schon gebucht und wollte auch noch weiter in die Kalahari fahren. Ich verliess den Oranje River nicht ohne Wein zu kaufen. In der trockenen Landschaft findet man immer wieder Weingueter, die sich aus dem Fluss das Wasser fuer ihre Weinpflanzen holen. Da sieht man dann Wueste und mittendrin ein Weingut.
Kuruman ist eine Stadt mitten in der Kalahari, die nur ueberleben kann, da sie eine unterirdische Quelle hat, die die Stadt taeglich mit 20.000.000 l Wasser versorgt.

Das Auge von Kuruman (Quelle).

Am naechsten Tag ging es Richtung Kimberly zurueck. Dort wollte ich mir das Big Hole mit Mueseum und Ausstellung ansehen, bevor ich wieder im Mokala Nationalpark uebernachtete. Kimberly ist bekannt durch sein Diamantenrausch im 19th Jahrhundert. Das 'Big Hole' soll das groesste von Menschenhand (also ohne Maschinen) gegrabene Loch der Welt sein.


Dieses Mal schaute ich mir einen anderen Teil des Mokala an. Leider waren die Tiere sehr scheu, da der Park vorher eine Jagdfarm war und die Tiere immer noch sehr aengstlich gegenueber Menschen und Autos sind. Ich habe also nicht mehr viele Tiere gesehen, dafuer war mein Bungalow traumhaft gelegen.

Mein Haeuschen mit Blick auf ein Tal mit Fluss.

Am naechsten Tag ging es wieder zurueck nach Gtown. Dort wartete schon Sanel um mit mir Silvester zu feiern. Zunaechst haben wir bei ihr im Garten ein wenig zu zweit vorgeglueht bevor es in die Ratte ging. Gtown ist zur Weihnachtszeit immer ausgestorben, aber es fanden sich ca. 40 Leute darunter auch mein franzoesicher Kollege Pierre mit Freundin, um Silvester in der Ratte zu feiern. Durch Zufall waren auch zwei Deutsche Urlauber da, die auf der Durchreise waren. So konnte ich mal wieder etwas Deutsch sprechen. Sanel war um 1 Uhr schon voellig betrunken. Ich fuhr sie nach Hause und feierte dann den Rest der Nacht mit Pierre. Ein ereignisreiches Jahr 2010 mit dem Hoehepunkt der WM ging zuende.

Soviel zum Jahr 2010. Das Jahr 2011 ging erreignisreich weiter ...

Das beschreibe ich im naechsten Blog Eintrag.

Liebe Gruesse

christian

Samstag, 19. März 2011

Von August bis November

Hey Leute,

nun sind es schon etliche Monate in denen Ruhe auf meiner Seite herrschte. Das aendert sich ab jetzt wieder! Ich werde versuche in einem kurzen Rueckblick das letzte halbe Jahr aufzuarbeiten.
Zunaechst bekamen wir Anfang September Besuch von 3 Studenten und 1 Prof aus Deutschland. Das ist die gleiche Arbeitsgruppe aus der auch Melanie und Thomas im letzten Jahr hier waren. Melanie und Prof. Schlettwein waren wieder dabei, aber nur fuer 1 Woche, um einen Vortrag auf unserem Workshop zu halten. Zurueck blieben Jane und Kerstin. Der Workshop verlief gut und anschliessend ging es fuer Melanie, Kerstin, Jane und den Prof in den ADDO.
Melanie, Jane und Kerstin im ADDO (v.l.)

Im September habe ich mir dann auch endlich ein Auto gekauft. Ein typisch suedafrikanisches Auto! Ein CITI Golf Baujahr 1995. Der Gute ist mittlerweile 10.000 km mit mir unterwegs ohne einmal zu spinnen! So kann es weitergehen...

Stolz wie Bolle!

Anfang Oktober sind dann Oli und Simone hier her gekommen. Wir trafen uns in Joburg um dann von dort aus gemeinsam Richtung Krueger mit dem Auto zu fahren. Zu dieser Jahreszeit ist der Kruger extrem trocken und man hat erstens nur eine geringe Malaria-Gefahr und man sieht sehr viele Tiere. Wir haben insgesamt 1600 Fotos gemacht und ich habe die immer noch nicht vollstaendig sortiert. Wir waren insgesamt 4 Tage im Krueger und ich habe noch nie so viele Tiere gesehen. Die BigFive haben wir voll gemacht und vieles mehr!

Leopard im Baum, so was sieht man sehr selten.

Hyaene liegt faul in der Sonne.

Danach ging es Richtung Richards Bay an die Kueste. Dort haben wir eine Nacht verbracht, um dann nach Durban zu fahren. In Durban ging es zunaechst auf den Skywalk ueber dem WM-Stadion. Recht anstrengend dort hochzulaufen, aber die Aussicht hat uns fuer alles entlohnt. Fuer den Rest des Tages sind wir dann in den SeaLife-Park und haben uns viele Meerestiere und zum Ende eine Delphin-Show angesehen.

Oli vor einem Riesen-Aquarium.

Mache mich fertig zum Aufstieg auf dem Skywalk.

Der Aufstieg mit unserem Fuehrer.

Die Ausicht vom Dach des Stadions.

Von Durban aus ging es richtung Wild Coast nach Coffee Bay. Zunaechst Umtata, eine Stadt mit zig tausenden Menschen auf der Strasse (ein einziges Chaos), und dann die Strasse runter nach Coffee Bay war ein kleiner Schock fuer Oli und Simone (ich kannte das schon). Nachdem wir durch hauptsaechlich "zivilisiertes" Land gefahren sind, war dort eher das urige S.A. zu sehen. Menschen und Tiere auf den Strassen und Schlagloecher in denen Autos erschwinden konnten. Ausserdem kamen wir im tiefsten Nebel und Dunkelheit an. Aber Coffee Bay hat uns fuer alles entschaedigt. Ein himmlicher Platz an der Kueste! Am naechsten Tag haben wir uns noch das "Hole in the Wall" angesehen. Leider hatten wir keine Zeit den Weg an der Kueste entlang zu laufen und mussten mit dem Auto hinfahren.

Die Tankstelle in Coffee Bay, wir haetten sie fast nicht gefunden und sind schon dran vorbei gefahren.

Der Blick vom Strand aufs Meer in Coffee Bay.

Von Coffee Bay ging es zuerueck nach Gtown. Ich musste wieder arbeiten und Oli und Simone wollten ein paar Tage in Gtown verbringen bevor sie weiter die Garden Route hinunter fahren wollten. Die beiden konnte bei Henning im Haus wohnen. Tagesueber haben die beiden Ausfluege nach P.E. oder Port Alfred unternommen und abends haben wir uns dann immer zum Essen getroffen. Nach drei Tagen sind sie dann Richtung Kapstadt aufgebrochen und haben noch viele tolle Dinge auf der Garden Route erlebt.

Ende Oktober ging es dann nach China. Von dort hab ich euch ja detailiert auf dem Laufenden gehalten. Die Rueckreise verlief ohne Probleme. Wu Xi war mittlerweile schon eine Woche in S.A. und hattet sich gut zurechtgefunden. Leider stellte sich im Laufe seines Aufenthalt heraus, dass er ziemlich anstrengend im Umgang war. Er war extrem neugierig, fordernd dabei, aber immer besserwisserisch, obwohl er keine Ahnung hatte. Ich erwischte mich mehrmals bei dem Gedanken, wo ich ihn wohl ausserhalb Gtowns vergraben werde, nachdem ich ihn erschlagen habe. Zum Glueck konnte ich mich zurueckhalten und Wu Xi reisste unbeschadet am 31.12. ab.

Wu Xi

In der Woche nach meiner Rueckkehr aus China hatte ich dann Geburtstag. Henning bot an, dass ich meine Party bei ihm feiern koennte. Das nahm ich gerne an und ich lud die Leute zum Braai ein. Es war ein schoener Abend mit viel Essen und selbstgebackenen Kuchen von Kerstin.

Geburtstag in Hennings Kueche.

Icke am Braai mit lamb chops und boerewors

Am naechsten Tag ging es fuer das WE mit Kerstin zum Tsitsikamma Nationalpark. Ein wunderbares Fleckchen Erde. Wir haben im Dorf Stormriver uebernachtet und sind am naechsten Tag in den Park gefahren und haben die Wanderung zum Wasserfall gemacht.

Tsitsikamma Nationalpark

Soviel erst einmal bis Mitte November. Der Rest folgt demnachst.

Liebe Gruesse

Christian