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Samstag, 7. Mai 2011

Ostern in Kapstadt

Hey Leute,

wie versprochen machte ich mich am Gruendonnerstag auf Richtung Kapstadt. Direkt nach der Arbeit fuhr ich noch bis nach TsiTsikamma um dort wieder bei Kitti im Serengeti Retreat zu uebernachten. Das ist die gleiche Uebernachtung in der Henning und ich waehrend der WM auf unseren Weg nach Kapstadt waren. Gegen 21. 00 kam ich dort an und hatte genug Zeit das neue American Diner im dorf auszuprobieren. Ich war regelrecht von Deutschen umzingelt in diesem Restaurant und sah mal wieder das Suedafrika ein Urlaubsland fuer Deutsche ist.
Am naechsten Morgen (Karfreitag) um 6 Uhr ging es weiter. Es lagen noch knapp 600 km vor mir und ich wollte dem Osterstau auf der N2 entgehen. Bis auf einen Tankstopp in Sedgefield (Kenner wissen, dass es dort den deutschen Markt Samstags gibt) fuhr ich voll durch und war dann gegen 12.00 Uhr in Kapstadt. Henning war grade aus den Bett gefallen und arbeitete mal wieder und Penny lag in Erwartung ihrer Nachmittagsschicht mit Kater auf der Couch. Maia, die eine eigene Wohnung in Observatory (kurz Obs, Stadtteil in dem Henning wohnt) hat war noch auf Arbeit, wollte aber in ihrer Mittagspause zwischen zwei Schichten vorbei schauen. Letztendlich holte ich sie dann von der Arbeit ab. Fuer Hennings Vater und seine Freundin war es der letzte Tag in S.A. nach 4 Wochen Urlaub und Graduation von Henning. Sie kamen am Nachmittag von ihrem letzten Bummel zurueck und nach ein paar Gespraechen entschlossen wir uns am Abend Sushi essen zu gehen. Der Flieger sollte erst um 23.30 von Kapstadt abfliegen. Penny und Maia gingen wieder zurueck zur Arbeit und wir hatten eine schoenen Abend bei lokalen Sushi-Mann. Nachdem Henning seinen Vater und Freundin zum Flughafen gebracht hatte, entschlossen wir uns noch ein Bier im Armchair zu trinken bevor es nicht allzu spaet ins Bett ging.
Samstag sollte der grosse Bundesliga-Tag im Paulaner an der Waterfront stattfinden. Es wurden alle Deutschen (Flunki, Sven, Lutz mit seinen zwei deutschen Studenten) und Anhang zusammengetrommelt und im Paulaner versammelt. Spaeter kam noch Penny, die an der Waterfromt arbeitet, hinzu. Dort wurde dann den ganzen Nachmittag auf Grossleinwand zunaechst Muenchen-Frankfurt und spaeter Dortmund-MGladbach bei Weissbier und Weisswurscht geschaut. Ein Traum!!! Spaeter ging es zurueck nach Rondebosch mit Flunki und Henning in Maias Restaurant fuer ein paar Biere.
Am Sonntag kam dann das Tief nach Kapstadt und das heisst im Winter Regen ohne Ende. Kapstadt ist ein typische Winterregengebiet im Gegensatz zu z.B. Gtown, welches ein Sommerregengebiet ist. Kapstadt hat sehr leicht zu berechnendes Wetter. Im Winter drei Tage hoch mit Sonne und dann drei Tage tief mit Regen. Jegliche Outdoor Activities wie Tafelberg waren damit gestrichen. Also blieb uns nichts anderes uebrig als mit Flunki, Maia und Henning zunaechst Nuernberg gegen Mainz zu sehen und danach in Obs essen zu gehen. Dabei entdeckten wir ein Superrestaurant, dass noch niemand der Ortskundigen ausprobiert hatte. Der Koch zauberte ein paar perfekte Spareribs und Pommes wie in D. Wir waren so begeistert von den Pommes, das als er an dem Tisch kam, wir nur sagten Super-Pommes und nichts ueber die Rippchen. Daraufhin war er ein wenig geknickt und wir riefen ihn nochmal an den Tisch, um das grade zu biegen, denn beides war perfekt! Danach entschlossen wir uns noch diverse Runden Billard im Stones zu spielen bevor es nach Hause ging.
Maia, Henning und Flunki in der Fussballkneipe Scrumpys


Auf dem Balkon in der Billardkneipe Stones
Flunki und Henning auf dem Stones Balkon

Unser Versuch Billard zu spielen
Montag sollte ein richtiger Gammeltag werden. Nachdem Penny strunzbetrunken um 4 Uhr morgens mit ihrer Freundin Mwabi nach Hause kam und es geschafft hat mich mit "Adele, Set Fire to the Rain" zu wecken (und das ist nicht leicht, denn ihr wisst, ich wurde schon mal im Schlaf ausgeraubt), waren wir dann 5 Leute im Hause Henning, die den ganzen Tag nur Vidoes geschauten. Henning und ich waren nur fuer 1,5 h in einer Regenpause mit Puppy (Hennings Hund) spazieren. Am Abend zauberten Henning und ich das Abendbrot, welches aus gebratenen Hummerkrabben mit einer Chilli-Knoblauch-Zitronen-Sauce und Haehnchen gegrillt mit Butternusskuerbis, Kartoffeln und Rosmarin bestand. Das muessen irgendwie Sven und Kanya gerochen haben, die noch ihren Konibesuch noch vorbeischauten und noch etwas von den Haehnchen abgekamen. Der Abend endete mit dem Film Rango, den ich aber nur noch zur Haelfte gesehen habe.
Dienstag beschlossen Henning und ich bis um 16.00 Uhr zu arbeiten (er an einer Veroeffentlichung und ich an meiner Vorlesung, die Freitag starten sollte) um danach zunaechst zu zwei deutschen Metzgern zu fahren. Es war ein Traum... alle diese Wurstsorten, die ich so vermisst hatte. Ich hatte schon verdraengt, dass es etwass wie knackige Wiener, Weisswuerste, Knacker, Landjaeger, richtige Fleischwurst, Leberwurst und anderen Kaese als Gouda und Edamer gibt. Aber dort kam alles wieder hoch und ich kaufte fuer insgesamt 30 Euro Wurst und Kaese waren ein. Es war quasi ein Rausch aus dem ich erst wieder erwachte als ich die zwei vollen Tueten in meinen Haenden sah und mich fragte, wer das alles essen sollte. Danach wollte wir noch Fussball mit ein paar Leuten auf dem Campus der Uni zu spielen, aber man muss wissen, dass Suedafrikaner aus Zucker sind und deshalb bei Regen Zuhause bleiben muessen, sonst loesen sie sich auf. Also blieb uns wieder nichts anderes uebrig als in Obs essen zu gehen. Wir wollte eigentlich zu dem beruehmten Mexikaner (Tini weiss wovon ich rede), aber der war zu und so gab es gesundes chinesisches Essen. Flunki kam dann auch noch dazu. Abends war ein Besuch in einer St.Pauli-Kneipe in der Innenstadt geplant, um Schalke gegen Manu zu sehen. Das spiel war nicht ueberragend, aber alles kamen und wir waren die einzigen Gaeste in der Kneipe also starteten wir unsere Privatparty mit Weissbier und Billard. Die letzten, zu denen ich natuerlich auch gehoerte, fielen etwas beschippst um 5 Uhr ins Bett.
Leider sind die groessten Partys immer am Ende eines Aufenthalt, was nicht so schlimm waere, wenn ich nicht gegen 11.00 losgemusst haette, um die 900 km nach Gtown zu fahren. Meine Abfahrt verschob sich auf 12.00 Uhr und ich weckte die anderen nur schnell, um Ciao zu sagen. Mit vollen Tank und einem Snickers und vielen Wurstwaren ging es Richtung Heimat. Nach knapp 9 h war ich wieder in Gtown, aber mehr als die erste Halbzeit des Spiels Barca-Real konnte ich nicht mehr schauen, denn ich fiel totmuede ins Bett.
Der Donnerstag auf Arbeit verlief eher wie ein Traum. Ich funktionierte einfach nur und erledigte die letzten Vorbereitungen fuer meine Vorlesung am Freitag. Freitag begann meine Quantenphysik-Vorlesung und laeuft nun Zeit einer Woche recht gut, zumindest fuer mich. Die Studenten sind schwer geschockt, aber es ist nunmal die schwerste Vorlesung fuer die Leute im drittten Jahr und damit war zu rechnen. Abends schauten wir bei Ali noch Bremen-Wolfsburg, was eher eine Qual fuer mich war.
Das WE war wieder ein langes, da der 1.Mai auf einen Sonntag fiel und damit der Montag frei war. Samstag arbeite ich an meiner Vorlesung. Am Sonntag besuchte ich Sanel in Kleinemonde an der Kueste, wo sie jetzt mit ihrem Freund Veit wohnt. Wir hatten einen schoenen Cocktail-Abend in der Barmuda in Port Alfred. Am naechsten Morgen brach ich gegen 11.00 Uhr auf, um zu einem Braai bei Ali zu fahren. Das Wetter war sehr schoen und er beschloss spontan ein paar Leute zum Braai einzuladen. Ich blieb nicht lange, da immer noch nicht alles fuer meine Vorlesung erledigt war.
Die vergangene Woche organisierte ich neben meiner Vorlesung meinen Trip nach Boston. Ich fliege am 2.Juli dorthin auf eine Konferenz und freue mich schon den 4.Juli dort zu feiern, grade in Boston. Ausserdem habe ich endlich das offizielle Schreiben, dass mein Projekt mit Berlin genehmigt wurde. Jetzt steht viel Organisation an. Ich habe letztes Jahr zusammen mit Eugeny ein Projekt geschrieben (komplett unabhaengig von meiner Chefin) im Zusammenhang mit einem Aufruf in dem Suedafrika und Deutschland zusammen arbeiten sollen und unser Vorschlag wurde genehmigt (und der meiner Chefin abgelehnt, was einer mittleren Katastrophe gleichkommt). Damit bekomme ich Reisegelder fuer mich und zwei Studenten fuer 2 Jahre. Mein erstes eigenes Projekt!!!
Soviel mal wieder von mir!

Liebe Gruesse nach D

Christian